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Grußworte

Grußwort der Thüringer Ministerin für Arbeit, Soziales, Gesundheit, Frauen und Familie, Heike Werner (DIE LINKE)

anlässlich der Medizinischen Fortbildungstage Thüringen 2019 am 12.6.2019 im Kaisersaal Erfurt

Sehr geehrte Damen und Herren,

auch in diesem Jahr überbringe ich den Organisatorinnen und Organisatoren sowie den Gästen der Medizinischen Fortbildungstage 2019 die herzlichen Grüße der Thüringer Landesregierung.

Den Ärztinnen und Ärzten in Thüringen steht mit den Medizinischen Fortbildungstagen eine hervorragende Plattform für einen interdisziplinären Wissens- und Erfahrungsaustausch zur Verfügung, in den auch die Gesundheitsfachberufler einbezogen sind. Diese seit Jahren gelungene gemeinsame Fortbildung kommt der täglichen praktischen Zusammenarbeit und damit den Patientinnen und Patienten direkt zugute. Dafür danke ich der Landesärztekammer Thüringen und der Kassenärztlichen Vereinigung Thüringen, die in Partnerschaft mit dem Verband der Leitenden Krankenhausärzte und nunmehr auch in Kooperation mit der Landeskrankenhausgesellschaft Thüringen auch in diesem Jahr für ein interessantes und vielseitiges Programm Sorge tragen. Damit unterstützen sie die Fortbildung der Thüringer Ärztinnen und Ärzte sowie des Praxis- und Pflegepersonals durch qualitativ hochwertige Angebote. Das kommt bei den Zielgruppen an, die seit Jahren hohen Teilnehmerzahlen belegen dies nachhaltig.

Die Medizinischen Fortbildungstage machen deutlich, welchen hohen Stellenwert die Fortbildung für die Thüringer Ärzteschaft hat. Gerade für den äußerst anspruchsvollen ärztlichen Beruf haben Fortbildung und lebenslanges Lernen eine herausragende Bedeutung. Die Thüringer Ärztinnen und Ärzte sorgen entsprechend mit hoher medizinischer Kompetenz für eine qualitativ hochwertige und patientenfreundliche medizinische Versorgung in Thüringen. Dafür meinen ganz besonderen Dank.

Der gelungene und vielfach beachtete Deutsche Ärztetag 2018 hier in Erfurt war auch Ausdruck der Wertschätzung der Arbeit der Ärztinnen und Ärzte in Thüringer. Sie haben gemeinsam mit Ihren Kolleginnen und Kollegen der anderen Bundesländer wichtige Entscheidungen getroffen und weitreichende Beschlüsse gefasst sowie auch Ihre Forderungen an die Politik gerichtet. Die Deutsche Ärzteschaft hat mit ihren Beschlüssen klare gesundheits- und berufspolitische Signale dafür gesetzt, dass Ärztinnen und Ärzte die Versorgung mitgestalten wollen, und das vor allem mit Blick auf den Patientinnen- und Patientenschutz, aber hinsichtlich besserer Arbeitsbedingungen.

Der Deutsche Ärztetag 2018 hat in wesentlichen Bereichen der Gesundheitspolitik und Berufspolitik, die auch unseren gemeinsamen Weg in den letzten Jahren geprägt haben und aktuell prägen, klare Positionen bezogen und entsprechend gute Weichen gestellt.

Das betrifft vor allem an die Sicherstellung einer auch weiterhin guten flächendeckenden und bedarfsgerechten medizinischen Versorgung im ländlichen Raum und in diesem Kontext an die berechtigte Forderung nach einer zügigen und transparenten Umsetzung des Masterplans Medizinstudium 2020. Das betrifft auch die Anerkennung von einer in einem Drittstaat erworbenen ärztlichen Ausbildung und die in diesem Zusammenhang mit Blick auf den Patientenschutz und die Versorgungsqualität immer mehr Konsens findende Forderung des Deutschen Ärztetages an den Bundesgesetzgeber nach einer einheitlichen qualitätsgesicherten Prüfung ausländischer Ärzte auf dem Level des dritten deutschen Staatsexamens. Ich denke darüber hinaus an die Digitalisierung im Gesundheitswesen und die Umsetzung des E-Health-Gesetzes, in diesem Zusammenhang an die Diskussionen um das Fernbehandlungsverbot und das aktuelle Votum des Deutschen Ärztetages für dessen Lockerung und die damit verbundene Forderung nach Einbeziehung ärztlicher Kompetenz in die nunmehr notwendige Entwicklung und Regelung künftiger digitaler Angebote. Anführen möchte ich auch den zukunftsweisenden Beschluss zur Gesamtnovelle der Muster-Weiterbildungsordnung.

Ich kann Ihnen versichern, dass ich Ihre Forderungen ernst nehme und mit dafür Sorge tragen werde, dass Sie gute Rahmenbedingungen haben. Rahmenbedingungen, die gute Arbeitsbedingungen möglich machen, die die Selbstverwaltung stärken und die das Patientinnen- und Patientenwohl vor Bürokratie setzen. Dazu gehört auch weiterhin die Unterstützung der Sicherstellung der ambulanten medizinischen Versorgung vor allem im ländlichen Raum. Und auch den Masterplan 2020 gilt es mit Augenmaß umzusetzen, dabei spielt vor allem die Novelle der Ärzteapprobationsordnung eine zentrale Rolle.

Ich wünsche den diesjährigen Medizinischen Fortbildungstagen einen guten Verlauf und Ihnen allen gelungene Vorträge, Seminare und Workshops sowie interessante Gespräche.

Es grüßt Sie herzlich

Heike Werner
Thüringer Ministerin für Arbeit, Soziales, Gesundheit, Frauen und Familie